Wir sind verschieden - Jeder ist willkommen - Wir gehören zusammen

Kostenlose Tests für alle und sinnvoll angepasste Quarantäneregelungen des Gesundheitsamtes

Liebe Queller Familien,

liebe Mitarbeitende!

Seit dem Nachmittag gibt es in NRW und damit auch Bielefeld die Möglichkeit pro Woche einmal zum Corona-Test zu gehen.

Machen Sie mit Ihrer Familie bitte regelmäßig davon Gebrauch, damit wir in Quelle auch Einzelinfektionen möglichst sofort entdecken.

Damit werden wir es schaffen, dass der Präsenzunterricht bis zu den Sommerferien möglichst viel stattfinden kann.

"Die kostenlosen Schnelltests können ab heute von folgenden Teststellen erbracht werden:

  • Ärzte und Testzentren, die von den kassenärztlichen Vereinigungen betrieben werden
     
  • Testzentren, die von den kommunalen Gesundheitsämtern betrieben werden oder von Dritten, die schon von den Gesundheitsämtern beauftragt wurden
     
  • Apotheken und private Testzentren etc., die schon bisher Testungen angeboten haben und bestimmte Mindeststandards erfüllen"

Quelle: mags.nrw/pressemitteilung/neue-allgemeinverfuegung-ermoeglicht-ab-sofort-kostenlose-corona-schnelltests (09.03.21-21.30 Uhr)

Heute übermittelte uns das Gesundheitsamt eine Überarbeitung der Quarantäneregelungen bei Covid-19-Infektionen.

Wir sind froh, dass unsere Interventionen hier ein Umdenken möglich gemacht haben.

Diese nehmen mehr Rücksicht auf das von uns beschriebene und dem Amt gemeldete Problem der Quarantäne. Das Problem für die Zweitgruppe der Lehrkraft kann durch konsequentes Tragen einer FFP2 oder N/KN95-Maske u.U. verringert werden, wenn die Lüftungssituation der Klasse und die Abstandsregelung für die Lehrkraft verlässlich gehandhabt wird.

Wie wir aber ganz genau wissen ist der beste Schutz vor einem Infektionsfall die Einhaltung der Regeln auch im Umfeld der Familie. Achten Sie auch trotz der ermöglichten Öffnungen und Mehrkontakte sehr genau auf Ihren Selbstschutz. Nur der ermöglicht uns als Schule einen verlässlichen Präsenzunterricht für Ihre Kinder und unsere Mitarbeitenden.

Wir haben hier die überarbeiteten Konzeptdateien zum Download für Sie bereitgestellt:

Ablaufschema_Mutation_Schule_Stand_09.03.21.pdf

Bewertung_von_Kontaktpersonen_in_Innenraeumen__Mutationen_Stand_09.03.21.pdf


Herzlichen Gruß und das Vertrauen auf eine reibungslose und breite Impfkampagne.

Machen Sie mit Ihren Kindern bitte wöchentlich Gebrauch vom Angebot der kostenlosen Testung.

Dominik Braus und Anke Holbrügge


Hier die Email des Gesundheitsamtes vom 09.03.2021 - 19.17 Uhr:

Sehr geehrte Schulleiter*innen,

zu Anfang der vergangenen Woche haben wir Ihnen in einer Mail mitgeteilt, dass wir uns nach der schrittweisen Rückkehr der Schulen in den Präsenzunterricht dazu entschlossen hatten, das Vorgehen bei der Kontaktnachverfolgung im Falle einer Infektion und die daraus folgende Gruppe an Betroffenen für eine Quarantäne zu verändern. Grund hierfür war unser Bemühen, die zu dem Zeitpunkt dieser Entscheidung noch recht kleine Zahl an Mutationsfällen in Bielefeld möglichst lange möglichst gering zu halten. Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung der Mutationsvarianten, bis dato fehlenden Vorgaben bzw. Handlungsempfehlungen durch das Robert Koch-Institut (RKI) sowie der Rückkehr in den Präsenzunterricht, wollten wir schnellstmöglich auf das veränderte Infektionsgeschehen aufgrund der Virusvarianten reagieren.

 

Seit der letzten Woche ist nun die Zahl der Infektionen mit mutierten Coronaviren deutlich angestiegen und liegt in Bielefeld bei mehr als einem Drittel aller Fälle. Deutschlandweit ist der Anteil derzeit bei fast 50 Prozent, Tendenz steigend. Im Ergebnis ist davon auszugehen, dass in naher Zukunft ein Großteil der Infektionen eine Mutation zeigen wird.

 

In der vergangenen Woche hatten wir zudem bereits einige Infektionsfälle an Schulen mit einer nachgewiesenen britischen Virusvariante. Das hat nicht nur unsere Kontaktnachverfolgung sowie unsere Testmöglichkeiten an die Kapazitätsgrenze gebracht. Es ist auch deutlich geworden, welch hohe Zahl an Quarantänen wir in den einzelnen Fällen aussprechen mussten. Damit stellt sich zwangsläufig auch die Frage nach der Verhältnismäßigkeit vor dem Hintergrund des steigenden Anteils der Virusmutationen. Hinzu kommt die Tatsache, dass ab dem 15.03.2021 weitere Klassen in den Präsenzunterricht starten sollen.

 

Wir haben uns daher entschlossen, mit sofortiger Wirkung in Schulen wieder in Richtung der alten, Ihnen bekannten Form der Kontaktnachverfolgung zurückzukehren. Das bedeutet, dass zum einen im Falle einer laborbestätigten Mutation nur noch die Kontaktpersonen der Kategorie I ohne deren Haushaltsangehörige in Quarantäne versetzt werden. Zum anderen wird für die Kontaktpersonen der Kategorie II keine Quarantäne angeordnet. Allerdings ist für die Personen der Kategorie II eine verstärkte Beachtung der AHAL (Abstand, Hygiene, Maske, Lüftung) sowie eine Überwachung des Gesundheitszustandes empfehlenswert. Ein aktualisiertes Schaubild bzw. Ablaufschema sowie die aktualisierte Bewertungsmatrix von Kontaktpersonen bei Mutationsvarianten in Innenräumen finden Sie im Anhang.

 

Die infizierten Personen und die Kontaktpersonen der Kategorie I verbleiben 14 Tage in Quarantäne und können sich nicht vorzeitig zum 10. Tag der Quarantäne „freitesten“. Die Kontaktpersonen der Kategorie I erhalten direkt mit Bekanntwerden eines Corona-Falles schnellstmöglich einen Testtermin. Zudem erfolgt am 11.-13. Tag der Quarantäne ein weiterer PCR-Test. Fällt dieser negativ aus, so kann die Quarantäne nach dem 14. Tag beendet werden.

Sollte es in Einzelfällen zu unübersichtlichen Situationen kommen, so würden wir uns mit Ihnen als Schulleiter*innen eng beraten und ein gemeinsames Vorgehen vereinbaren.


Hier ein weitgehend vollständiger Auszug aus der Mail des Gesundheitsamtes von vor einer Woche: 01.03.2021. Entfernt wurden insbesondere interne Kontaktdaten und Namen.

"Sehr geehrte Schulleiter*innen,

wir hoffen, dass Sie einen guten und erfolgreichen Start zurück in Ihrer Schule hatten. Hiermit möchten wir Sie mit der Rückkehr in den Präsenzunterricht über ein paar Neuerungen, die sich während der Schulschließung ergeben haben, informieren. Seit Anfang Dezember 2020 sind neuartige Virusvarianten bzw. Mutationen von SARS-CoV-2 in Großbritannien und Südafrika aufgetreten und breiten sich zunehmend auch in Deutschland aus. In Bielefeld liegt der Anteil an Mutationen von den pos. getesteten Personen aktuell zwischen 10-15 Prozent und wird täglich erhoben.

Bisher weist diese Virusvariante eine erhöhte Übertragbarkeit und nach derzeitigem Stand keine schwerwiegenderen Verläufe auf. Wie sich diese Mutationen auf den Pandemieverlauf in Deutschland auswirken wird, ist jedoch noch unklar. Aus diesem Grund müssen wir unser Vorgehen zur Quarantäneanordnung im Schulbetrieb verschärfen, damit wir eine Ausbreitung der Virusvarianten weitestgehend eindämmen können. 

Sie finden im Anhang das Konzept, nach welchem die Kontakte von positiv getesteten Schüler*innen oder Lehrenden (im Folgenden Index) bewertet werden. Dementsprechend wird ab sofort bei Vorliegen eines positiven Testergebnisses zunächst die gesamte Klasse inklusive der Lehrkraft in Quarantäne gesetzt, bis ein laborbestätigtes Testergebnis darüber vorliegt, ob es sich in dem Fall um eine neuartige Virusvariante handelt oder nicht. Wurde keine Mutation nachgewiesen, werden die Personen der Kontaktkategorie II (geringes Infektionsrisiko) aus der Quarantäne entlassen; Personen der Kontaktkategorie I (erhöhtes Infektionsrisiko) bleiben in Quarantäne. Konnte jedoch eine Mutation nachgewiesen werden, wird sowohl für die Personen der Kontaktkategorie I als auch für die Personen der Kontaktkategorie II eine Quarantäne angeordnet (Erläuterung der Kontaktkategorien finden Sie im Anhang [Bewertungsmatrix Fälle mit/ohne Mutation]). Zusätzlich ist eine Quarantäne für alle Haushaltsangehörigen der Personen, die in die Kategorie I eingeordnet wurden, erforderlich. Die Laboruntersuchung zum Nachweis einer Virusvariante dauert in der Regel bis zu vier Tage. Wir werden Sie dann umgehend informieren, wenn eine Mutation bestätigt werden konnte oder nicht.

 

Aktuell schützt in diesen Fällen eine FFP2-Maske leider auch nicht sicher vor einer Quarantäne. Hierbei wird es immer wieder zu Einzelfallentscheidungen kommen.

Die Meldung eines Index soll weiterhin nach dem bisherigen Procedere erfolgen - per Mail mittels der Excel Tabelle nach Vorlage der angehangenen .png Datei. Bitte teilen Sie uns ebenfalls das Datum, an welchen die Schüler*innen durch Sie nach Hause geschickt wurden, sowie das Datum, an dem der Index zuletzt in der Schule war, mit.

 

Ebenfalls im Anhang finden Sie einen neu erstellten Fragebogen für die Kontaktermittlung. Dieser soll von jedem/jeder der betroffenen Lehrenden ausgefüllt werden und dient dazu, die Abläufe in der Ermittlung für Sie und uns zu erleichtern und zu beschleunigen.

 

Als Ergänzung und Dokumentation der Schulstunden erhalten Sie weiterhin eine Vorlage mit Beispielen für einen möglichen Sitzplan, wie er an uns geschickt werden sollte. Wir möchten Sie bitten, Ihre Sitzpläne entsprechend für Ihre Räumlichkeiten nach dem Beispiel anzupassen und mit jeder Unterrichtseinheit zu aktualisieren. Füllen Sie diese entsprechend so aus, dass ersichtlich ist, welche Schüler*innen mit einem Abstand von weniger als 1,5m zu dem Index gesessen haben und auf welchen Seiten sich Türen und Fenster befinden. Wir möchten Sie zudem bitten, dass eine feste Sitzordnung eingehalten wird und die Sitzpläne auf einem aktuellen Stand bereitgehalten werden.

Nach Bearbeitung des Falles werden wir Ihnen eine Excel Tabelle mit den individuellen Quarantänezeiträumen für die Kontaktpersonen sowie für den Index zukommen lassen. Daraus können Sie ersehen, wann die Schüler*innen wieder zur Schule kommen dürfen. In dieser Tabelle werden Kontaktpersonen zwischen Kontaktkategorie I und II unterteilt. Für die Kontaktpersonen der Kategorie I ist in jedem Fall eine Quarantäne von 14 Tagen erforderlich. Die Kontaktpersonen der Kategorie II gehen nur dann für 14 Tage in Quarantäne, wenn sich bei dem Index eine Mutation bestätigt. Sollte sich die Mutation nicht bestätigen, werden die Kontaktpersonen der Kategorie 2 wieder aus der Quarantäne entlassen. Dazu geben wir Ihnen umgehend Rückmeldung, sobald das Laborergebnis zur Ermittlung der Mutation da ist, damit sie diese Information weitergeben können.

Wir werden Ihnen zukünftig wieder Testungen der Personen, die sich in Kontaktquarantäne befinden, anbieten können. Die Testung findet dienstags und donnerstags im Jagdweg 3, 33605 Bielefeld statt. Der Ablauf ist deckungsgleich mit dem in der Feldstraße 60. Die Termine werden ebenfalls wieder je nach Kapazitäten verteilt. Bei den Testungen geht es vorrangig darum, mögliche weitere Infektionsketten - insbesondere aktuell wegen der Virusvarianten - nachvollziehen und unterbrechen zu können. Eine Testung zur Verkürzung der Quarantäne mit dem 10. Quarantänetag mittels eines PoC Antigen-Schnelltests kann das Gesundheitsamt derzeit leider nicht anbieten. Diese müssen somit selbst organisiert und bezahlt werden. Zudem kann die Quarantänezeit im Fall einer Mutation für die Kontaktpersonen der Kategorie I und II zum 10. Quarantänetag nicht verkürzt werden.

Die Informationsschreiben, die wir über Sie an die Schüler*innen und die Lehrenden versendet haben, können leider nicht mehr in personalisierter Form verschickt werden. Wir möchten Sie bitten, diese - von uns vorausgefüllten - Schreiben den Schüler*innen und Lehrenden im Fall einer Quarantäneanordnung zukommen zu lassen und von der Nutzung der alten Informationsschreiben abzusehen. Die Zustellung kann per Mail (z.B. mit Lesebestätigung), postalisch oder je nach Ihrem üblichen Kommunikationsweg erfolgen. Die Schüler*innen sowie Lehrenden erhalten weiterhin zu einem späteren Zeitpunkt postalisch die Quarantäneanordnung durch uns.

Unter folgendem Link erhalten Sie ein paar Informationen, die für Sie vielleicht nützlich sein könnten: www.dguv.de 

Sicherlich ist diese Strategie deutlich umfassender, aber schlussendlich nur an die infektiöseren Virusvarianten angepasst. Umso mehr wünschen wir Ihnen eine erfolgreichen sowie hoffentlich Corona freie Zeit zurück im Präsenzunterricht und hoffen auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit."